Styling-Technik
Locken oder Wellen mit dem Airstyler: Die Technik
Zwischen definierter Locke und weicher Welle liegt vor allem eine Frage der Technik — nicht der Ausstattung.
Ein Multistyler mit Lockenaufsatz kann sowohl definierte Locken als auch weiche, natürlich wirkende Wellen erzeugen. Der Unterschied liegt selten im Gerät selbst, sondern in Strähnendicke, Wickelrichtung und Einwirkzeit. Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie beide Ergebnisse gezielt ansteuern.
Wie der Lockenaufsatz grundsätzlich funktioniert
Ein Lockenaufsatz arbeitet meist mit einem rotierenden oder feststehenden Zylinder, um den die Strähne gewickelt wird, während warme Luft durch das Haar strömt. Manche Modelle übernehmen das Einwickeln automatisch per Auto-Wrap-Funktion, bei anderen führen Sie die Strähne manuell um den Zylinder. Details zu unterschiedlichen Aufsatztypen finden Sie im Ratgeber Aufsätze im Überblick.
Für definierte Locken: dünnere Partien, engerer Wickel
Für ein Ergebnis mit klar erkennbarer Lockenstruktur eignen sich eher dünnere Haarpartien. Je weniger Haar auf einmal um den Zylinder gewickelt wird, desto definierter fällt in der Regel die einzelne Locke aus. Wickeln Sie die Strähne möglichst eng und gleichmäßig, ohne Lücken zwischen den Windungen, und lassen Sie das Haar nach dem Lösen zunächst abkühlen, bevor Sie es weiter auskämmen oder mit den Fingern auflockern.
Für weiche Wellen: größere Partien, lockerer Wickel
Für einen weicheren Wellen-Effekt nehmen Sie größere Haarpartien und wickeln etwas lockerer. Ein Zylinder mit größerem Durchmesser unterstützt diesen Effekt zusätzlich, da sich um einen großen Zylinder von vornherein eine weitere, offenere Struktur bildet. Kämmen Sie das Ergebnis nach dem Abkühlen sanft mit den Fingern statt mit einer Bürste durch, um die Struktur nicht zu stark aufzulösen.
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Preis auf Amazon prüfenWickelrichtung: bewusst variieren statt immer gleich
Wickeln Sie nicht jede Strähne konsequent in dieselbe Richtung, sondern variieren Sie bewusst zwischen einzelnen Partien — etwa vom Gesicht weg auf einer Seite und leicht versetzt auf der anderen. Das erzeugt ein natürlicheres Gesamtbild als eine völlig einheitliche Wickelrichtung über den ganzen Kopf.
Kaltluft zum Fixieren einsetzen
Nach dem Formen einer Partie hilft ein kurzer Kaltluftstoß, bevor Sie die Strähne vom Zylinder lösen. Das Haar behält die Form dadurch tendenziell länger, da die Struktur bereits abgekühlt statt noch warm fixiert wird. Mehr zur allgemeinen Fixiertechnik lesen Sie im Ratgeber Volumen am Ansatz: Die richtige Technik.
Zylinderdurchmesser gezielt nach Ziel wählen
Manche Multistyler-Sets bringen mehrere Zylinderaufsätze in unterschiedlichen Durchmessern mit. Ein schmaler Zylinder erzeugt tendenziell engere, definiertere Locken, ein breiterer Zylinder eher offene, weich fließende Wellen. Wer nur einen einzigen Aufsatz besitzt, kann über Partiengröße und Wickeltechnik einen Teil dieses Effekts ausgleichen, kommt mit mehreren Durchmessern aber insgesamt flexibler zu unterschiedlichen Ergebnissen. Einen Überblick über Sets mit mehreren Zylindergrößen bietet der Multistyler-Vergleich 2026.
Strähnenbreite als wichtigster Stellschrauben-Faktor
Wenn Sie zwischen Locke und Welle unschlüssig sind, testen Sie zunächst an einer unauffälligen Partie im Nacken. Halbieren Sie für eine engere Locke die übliche Partiengröße, verdoppeln Sie sie für eine offenere Welle. So lässt sich mit demselben Gerät und demselben Zylinder ein spürbar unterschiedliches Ergebnis erzielen, ohne dass ein Aufsatzwechsel nötig wäre.
Temperatur und Zeit gemeinsam steuern
Locken und Wellen entstehen aus dem Zusammenspiel von Temperatur und Einwirkzeit — eine höhere Stufe wirkt schneller, erhöht aber auch die Belastung, während eine niedrigere Stufe mehr Geduld erfordert, dafür aber schonender bleibt. Bei feinerem Haar ist meist eine niedrigere Stufe mit etwas längerer Einwirkzeit die praktikablere Kombination als eine hohe Stufe mit sehr kurzer Anwendung. Mehr zur Anpassung an feines Haar lesen Sie im Ratgeber Warmluftbürste bei feinem, dünnem Haar.
Auffrischen zwischendurch
Verlieren einzelne Locken oder Wellen im Laufe des Tages an Definition, lässt sich mit demselben Lockenaufsatz gezielt nachgearbeitet werden, statt die gesamte Frisur neu zu stylen. Greifen Sie dazu einzelne, bereits abgeflachte Partien erneut auf und wiederholen Sie den Wickelvorgang kurz — das spart Zeit gegenüber einem kompletten Neustart und schont zusätzlich das Haar an den bereits gut sitzenden Partien.
Reihenfolge am Kopf: von unten beginnen
Arbeiten Sie auch beim Locken- und Wellen-Styling von unten nach oben und von hinten nach vorne, ähnlich wie beim klassischen Föhnen mit der Rundbürste. Die unteren Partien sind später ohnehin von den oberen Haarsträhnen bedeckt, sodass kleine Unregelmäßigkeiten dort weniger auffallen — ein guter Bereich, um sich an Wickeltechnik und Zylinder zu gewöhnen, bevor die sichtbareren oberen Partien folgen.
Hitzeschutz und Ausgangszustand des Haares
Sowohl für Locken als auch für Wellen gilt: Ein Hitzeschutzspray vor dem Styling wird empfohlen, und das Haar sollte vollständig oder zumindest weitgehend trocken sein, bevor Sie mit dem Lockenaufsatz arbeiten. Feuchtes Haar reagiert unvorhersehbarer auf die Wärme und das Ergebnis fällt seltener gleichmäßig aus. Mehr zur Vorbereitung im Ratgeber Hitzeschutz richtig anwenden.
Wie bei jeder Styling-Technik gilt: Die ersten Versuche mit einem neuen Lockenaufsatz brauchen oft etwas Übung, bis Wickelrichtung, Partiengröße und Einwirkzeit zum gewünschten Ergebnis zusammenfinden. Ein Blick auf aktuelle Modelle mit Lockenaufsatz findet sich im Multistyler-Vergleich 2026.